Samstag, 21. Januar 2017

REZENSION: Oskar und die Dame in Rosa (Hörspiel)

Titel: Oskar und die Dame in Rosa
Autor: Eric-Emmanuel Schmitt
Länge: 2 CDs, 88 min.
Verlag: Der Audio Verlag


Kurzinhalt (Verlagstext):

Der zehnjährige Oskar hat Leukämie. Er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat, auch wenn seine Eltern alles tun, um das Thema zu vermeiden. Nur die ehemalige Catcherin Oma Rosa hat den Mut, zusammen mit Oskar über seine Fragen nachzudenken.
Sie rät ihm, sich jeden verbleibenden Tag wie zehn Jahre vorzustellen, und so erlebt Oskar in kürzester Zeit ein ganzes Menschenleben mit all seinen Höhen und Tiefen. Davon berichtet er dem lieben Gott in Briefen, mal glücklich, mal enttäuscht, mal nachdenklich, und schließlich doch mit sich und der Welt versöhnt und bereit, eine neue zu entdecken.
Oskar und die Dame in Rosa ist ein Buch, dem man sich nicht entziehen kann. Ohne falsche Sentimentalität geht Eric-Emmanuel Schmitt ein schwieriges und trauriges Thema an und spendet mit seiner warmherzigen Erzählweise die Kraft und den Mut, einer solchen Situation offen zu begegnen.


Meine Meinung:

Ich habe sehr lange gebraucht, um mich an diesen Stoff zu wagen. Der Umgang mit dem Tod fällt wohl niemandem leicht, wenn es zudem ein Kind betrifft, stellen sich oft Fragen, die niemand beantworten kann.

Genau diese Fragen stellt sich der kranke Oskar auch:
Warum ich? Warum ich zuerst? Warum lässt Gott das zu?

Seine Eltern können in ihrer eigenen Trauer kaum mit ihm sprechen, was noch eine zusätzliche belastung für ihn darstellt.

Da trifft Oskar im Krankenhaus "Oma Rosa" (eine alte Dame, die dort oft zu Besuch ist und immer rosa trägt) und die ihm sehr ehrlich begegnet. So antwortet sie auf seine Frage, ob er sterben wird mit einem klaren "Ja."
Obwohl dies zunächst schockiert, ist es letztlich doch die Wahrheit und während man sich selbst noch fragt, ob man diese Frage genauso beantwortet hätte, wird im Fortgang des Hörspiels klar, dass Oskar nur mit dieser Information die nächsten Schritte gehen kann.

Oma Rosa rät ihm, sein Leben nun schneller zu durchlaufen und jeden Tag 10 Jahre älter zu werden. Gleichzeitig gibt sie ihm den Glauben an Gott, an den Oskar nun Briefe schreibt, um Dinge bittet und von seinen Erfahrungen, seiner Trauer, seinem Zorn und auch seiner Dankbarkeit berichtet.

Dies wirkt nie kitschig, sondern vor allem philosophisch und lässt einen - wie Oskar - in wenigen Tagen über das ganze Leben mit all seinen verschiedenen "Altern" (Jugend, Erwachsensein, Midlife, Alter etc.) nachdenken.


Fazit:

Die ausgezeichneten Sprecher, wobei vor allem Oskar und Oma Rosa abwechselnd zu Wort kommen, tun ihr übriges, um dieses Hörspiel zu einem kleinen Juwel zu machen, dass man definitiv mehr als einmal hören kann. Mir war es zum Schluss hin jedoch etwas zu kurz.





Donnerstag, 19. Januar 2017

Dein Leben 2017



Bei mir war es "Der Wunschpunsch" von Michael Ende, zu dem ich spontan gegriffen habe:

"Ihr könnt ja schon ein bisschen vorausschlafen", meinte Irrwitzer, " damit ihr nachher bei der Feier nicht müde werdet."


Das trifft ziemlich genau mein Ü-40-Schlafverhalten.
Nicht nur vor Parties. ;)

Und Ihr so? Postet Eure Sätze in das Kommentarfeld. ;)

Dienstag, 17. Januar 2017

REZENSION: Meine schrecklich beste Freundin und andere Katastrophen

Titel: Meine schrecklich beste Freundin und andere Katastrophen
Autorin: Catherine Wilkins
Verlag: arsEdition
Seiten: 192

Kurzinhalt (Verlagstext):

Jessica versteht die Welt nicht mehr: Schon immer war sie ein Herz und eine Seele mit Natalie, ihrer allerallerbesten Freundin! Doch seit Amelia neu in ihre Schule gekommen ist, ist alles anders. Und Amelia ist eine richtige Zicke! Dann gründet sie auch noch zusammen mit Natalie eine geheime Bande, in der Jessica nicht Mitglied sein darf. Doch Jessica lässt sich das nicht gefallen und heckt einen genialen Plan aus…

Meine Meinung:

Wer kennt dies nicht aus seiner eigenen Schulzeit, wenn die beste Freundin auf einmal andere Interessen hat, sich anderen Menschen zuwendet, man sich selbst auf einmal klein, unbedeutend und abgelehnt fühlt?

Jessica reagiert zunächst mit nur allzu verständlicher Verzweiflung (auch wenn sie dies nicht offen zugeben würde), entwickelt aber daraus auch einen gewissen Trotz, indem sie zunächst alles kopiert, was "die andere" nun vormacht: eine Bande gründen, Geheimzeichen vereinbaren u.ä.

Wobei sie stets zwischen dem Gefühl schwankt, doch eigentlich angenommen werden zu wollen und gleichzeitig Rache zu üben. Diesen Zwiespalt werden sich sicher viele Lererinnen wiedererkennen.

Dass aus kleineren Verletzungen immer größere werden, ja ein regelrechtes Wettrüsten der Eitelkeiten stattfindet, das von den Protagonistinnen nachher kaum noch gestoppt werden kann, lässt einen sehr nachdenklich werden.
Auch wenn diese Geschichte versucht, diese Dynamik in humorvoller Weise zu abzufedern.

Denn die Ich-Erzählerin lässt sich bei ihrem weiteren Vorgehen nicht nur durch ihren kleinen Bruder beim Lego-Spielen inspirieren, sondern ist zudem auch noch begnadete Comiczeichnerin - das ganze Buch ist gespickt von all den verschiedenen Gedanken, die durch ihren Kopf geistern und hier zeichnerisch manifestiert werden (schon das Cover gibt einen sehr sprechenden Eindruck davon).

Jessica durchläuft im Fortgang der Geschichte eine Entwicklung, die wohl alle auf dem Weg zum Erwachsensein durchlaufen müssen:
Indem sie unbeabsichtigt aus dem Zweier-Kokon mit ihrer besten Freundin fällt, öffnet sich ihr Blick für andere Menschen und deren Vorzüge:

"Ich meine, ich will ja meine alten Freunde nicht verlieren. Wenn es aber doch passiert, dann ist es wenigstens schön zu wissen, dass ich in der Lage bin, auch wieder neue zu finden."
(Meine schrecklich beste Freundin und andere Katastrophen an Position 1380)

Damit bedeutet dieser Schritt für sie auch ein Weiterkommen.

Entsprechend gespannt sein darf man auf die Folgebände: 
Mein (überhaupt nicht fabelhaftes) Leben und andere Katastrophen,
Mein (ganz und gar nicht grandioses) Schuldrama und andere Katastrophen,
Mein absolut gigantischer (Miss)Erfolg und andere Katastrophen

Fazit:

Ein humorvoll geschriebenes und lustig gezeichnetes Buch über Freundschaft, Ablehnung, Trauer, Wut und Liebe - all jene Gefühlen, die vor allem im Jugendalter einen unglaublich großen Stellenwert bekommen.

Und die Tatsache, dass die Menschen, die wir am meisten mögen, uns am meisten weh tun können. Wie sehr uns dies aber auch verändern kann, darin gibt "Meine schrecklich beste Freundin und andere Katastrophen" einen ganz eigenen Einblick.


Sonntag, 15. Januar 2017

REZENSION: Geheimnis in Weiß

Titel: Geheimnis in Weiß
Autor: J. Jefferson Farjeon
Seiten: 282

Verlag: Klett-Cotta


Kurzinhalt: (Verlagstext)

An Heiligabend bleibt ein Zug im Schneetreiben in der Nähe des Dorfes Hemmersby stecken. Mehrere Passagiere suchen Zuflucht in einem verlassenen Landhaus. Die Tür ist offen, der Kamin brennt und der Tisch ist zum Tee gedeckt, doch niemand scheint da zu sein. Aufeinander angewiesen, versuchen die Reisenden das Geheimnis des leeren Hauses zu lüften – als ein Mord passiert.

»Geheimnis in Weiß« ist ein von der British Library wiederentdeckter Krimiklassiker, der hier erstmals in deutscher Übersetzung vorliegt.


Meine Meinung:


Schon als ich die Kurzbeschreibung las, war ich an "Die Mausefalle" von Agatha Christie erinnert. In dem Stück geht es ebenfalls um mehrere Personen, die durch Schneefall in einem Haus eingeschlossen sind - unter ihnen ein Mörder.

Tatsächlich ist die von Farjeon verfasste Kriminalgeschichte jedoch älter als "Die Mausefalle" und stammt aus dem Jahr 1937.

Aber nicht nur deswegen wollte ich diese Geschichte unbedingt lesen, denn abgeschlossene Räume, in denen Dinge passieren, denen man im Prinzip nicht entkommen kann, haben in sich bereits eine unglaubliche Spannung. Das wirklich passende Cover tat sein Übriges, um mich dieses Buch in den letzten Tagen nicht mehr aus der Hand legen zu lassen.

Tatsächlich steht der Autor der "Queen of crime" in nichts nach. Schon nach den ersten Seiten, in denen Farjeon nur den unglaublichen Schneefall beschreibt, der sich an diesem Heiligabend niederlässt, war ich von seiner Sprache gefesselt.

Es gelingt ihm, bei dem Leser nicht nur derart plastische Bilder im Kopf zu erzeugen, dass man regelrecht an diesem kalten Wintertag mitfriert, sondern seinen Figuren auch noch soviel Leben einzuhauchen, dass man mit dem einen oder anderen sofort befreundet sein möchte.

Dies wird durch die unglaublich höfliche Art, in der man in dieser Zeit noch miteinander umging und die sich etwa auch in Christie-Romanen wiederfindet, noch potenziert.
Es macht einfach Spaß, den verschiedenen Personen "zuzuhören".

Diese 6 Haupt-Figuren, die im Zugabteil noch keine Namen haben, sondern zunächst etwa als "der Nörgler" oder "die Revuetänzerin" tituliert werden, bringen schon durch diese charakterlichen Zuweisungen bereits genug Unterschiede mit sich, um die Spannung in diesem Kammerspiel voranzutreiben.

Dabei blitzt auch bereits der Humor des Autors durch, der sich durch das ganze Buch zieht, obwohl gleichzeitig auch die Spannung und ein gewisser Gruselfaktor steigen.

Dass der "ältere Herr von der königlichen parapsychologischen Gesellschaft" in seinem Sammeln von Indizien und Schlüsse ziehen zudem stark an den genialen Poirot erinnert, mag Zufall sein, dennoch braucht dieses Buch bis zum Schluss nicht den Vergleich mit Agatha-Christie-Krimis zu scheuen.

Auch wenn mir manchmal nicht so ganz klar war, woher dieser "Hobbydetektiv" seine eine oder andere Erkenntnis bezogen hat. 
Symptomatisch ist dafür ein "Verhör", das er führt:

"Zwingen Sie mich nicht, meine Fragen zu wiederholen."
"Ja schon, aber wenn Sie Antworten auf die meisten sowieso schon kennen?"
(Geheimnis in Weiß an Pos. 3244)

Aber nicht umsonst sind "Geister" ja sein Spezialgebiet und so bleibt auch ein gewisses Mystery-Element erhalten.



Fazit: 

Die ganze Atmosphäre dieses Hauses, in dem diese Menschen durch den Schneesturm über einen langen Zeitraum eingeschlossen sind, macht das Buch zu genau dem richtigen für lange Winterabende! 

Ich bin absolut begeistert über diesen Fund der British Library und kann nur hoffen, dass weitere Romane des Autors (von denen es wohl über 60 gibt) aus der Vergessenheit gezogen und einem breiten Publikum wieder zugänglich gemacht werden.


Dienstag, 10. Januar 2017

Arianas Hörbuch-Challenge 2017


Ich freue mich total, dass Ariana auch in diesem Jahr mit ihrer Hörbuch-Challenge weiter macht. Danke dafür, Du Liebe!!
Die letzten 3 Jahre haben mir viel Freude gemacht, was man auch daran sieht, dass ich jedes Jahr noch ein paar Hörbücher mehr gehört und rezensiert habe (2014 waren es 27, 2015 waren es 32 und 2016 schon 44 - was daran lag, dass ich auch immer häufiger im Auto Hörbücher gehört habe).

hoerbuch_challenge_2017Meine Übersichtsseiten für 2014 , 2015  und 2016 findet Ihr, wenn Ihr auf die entsprechenden Jahreszahlen klickt.


Dabei finde ich es toll, bei den anderen "MithörerInnen" Inspirationen für neue Hörbücher zu finden oder nachzulesen, ob sie ein Hörbuch vielleicht anders einschätzen oder bewerten, als ich es habe.

Dieses Jahr hat Ariana sogar ein Lossystem entwickelt - eine wirklich tolle Idee! Was natürlich auch neuen Ansporn zur erfolgreichen Teilnahme bildet.

Nachzulesen hier:
https://meinbuechertagebuch.wordpress.com/2017/01/09/ankuendigung-arianas-hoerbuch-challenge-2017/

Hier sind die Regeln zur Challenge:

  • Die Challenge läuft vom 1.1.2017 bis zum 31.12.2017.
  • Um die Challenge erfolgreich zu beenden, müssen im Challenge-Zeitraum mindestens 10 Hörbücher gehört und rezensiert (!) werden. Als Rezension zählt dabei ein einigermaßen umfangreicher Beitrag zum Hörbuch – ein kurzer Höreindruck in zwei Sätzen reicht leider nicht aus.
  • Für 10 gehörte und rezensierte Hörbücher gibt es bei der Verlosung am Ende der Challenge 2 Lose. Pro weitere 10 Hörbücher kommt ein Los dazu, je mehr Hörbücher gehört und rezensiert werden, desto mehr Lose mit dem eigenen Namen wandern also in den Lostopf.
  • Zu gewinnen gibt es ein Hörbuch im Wert von 20 Euro (oder Hörbücher im Wert von 2 Guthaben bei Audible). Ausgelost wird nach Ende des Challenge-Zeitraums.
  • Jeder Teilnehmer erstellt auf seinem Blog eine Challenge-Seite, auf der die eigenen Fortschritte festgehalten werden. Den Link zu eurer Übersichtsseite teilt ihr mir bitte mit, damit ich eure Seite auf meiner Übersichtsseite zur Challenge verlinken kann. Außerdem verlinke ich dort auch eure Rezensionen zu den einzelnen Hörbüchern. Die Links hole ich mir in unregelmäßigen Abständen von euren Challenge-Seiten, ihr könnt sie mir aber auch gern als Kommentare schicken, wenn ihr wollt.
  • Eine Anmeldung zur Challenge ist jederzeit möglich (per Kommentar zum Ankündigungspost oder auf der Übersichtsseite zur Challenge), gewertet werden können aber nur die Hörbücher, die ab dem Zeitpunkt der Anmeldung gehört/rezensiert werden. Ausnahme: Bei Anmeldung bis Ende Januar zählen alle im Januar gehörten und rezensierten Hörbücher für die Challenge, denkt also bitte daran, sie auf euren Challenge-Seiten zu verlinken.
  • Wenn ihr an meiner Challenge teilnehmt, dürft ihr euch das Logo natürlich gern für eure eigenen Challenge-Seiten mitnehmen.

 Meine neue Übersichtsseite für 2017 gibt es dann hier....

Bildergebnis für hörbücher



Montag, 2. Januar 2017

Neues Layout

Irgendwie war mir anlässlich des Neuen Jahres nach einer Renovierung des Blogs.


Der Wunsch danach ist eher spontan entstanden, als ich ein wenig bei Blogger herumprobiert habe.

Ich hoffe, Ihr kommt mit dem neuen Outfit zurecht, ich selbst tue mich ja immer etwas schwer mit Veränderungen. Aber irgendwie war es Zeit...

LG,

Sonntag, 1. Januar 2017

Rückblick auf 2016

Ich hoffe, Ihr seid gut ins Neue Jahr gekommen und heute etwas fitter als ich. Jedenfalls habe ich bei einigen schon tolle Jahresrückblicke gelesen, die mich dazu inspiriert haben, ebenfalls noch einen hier zuschreiben - auch wenn ich heute Nachmittag schon 2x auf der Couch eingeschlafen bin.

Wir waren erst so gegen 2 Uhr im Bett und "durften" uns bereits nichtmal eine Stunde nach Mitternacht von einem betrunkenen Fußgänger, der der Meinung war, er müsse bei Rot über die Straße gehen (wir waren so freundlich und haben gebremst!) als "Schlampe" anpöbeln lassen - da geht das Neue Jahr doch schon gut los.


Bücherrückblick: 

Gelesen habe ich in diesem Jahr 29 Bücher - wobei ich weit entfernt von meinen früheren Zahlen bin, da ich mindestens 50 Bücher im Jahr gelesen habe. Aber ich mache mir da keinen Stress mehr und genieße durchaus auch die Zeit, in der ich nicht lese, sondern andere Dinge tue, die mir Spaß machen und auch immer wichtiger werden.

Dennoch hat sich mein SKOOBE-Abo mehr als gelohnt.

Ein wirkliches Highlight war unter den gelesenen Büchern dieses Jahres nicht dabei, aber am besten haben mir folgende 5 Bücher gefallen (klickt auf das Bild für mehr Infos):


       

Wobei ich in diesem Jahr nicht sehr viel zum Rezensieren gekommen bin, da bei mir auch beruflich einiges im Umsturz war.

Berufliches: 


Im Juni sind große Veränderungen über mich herübergerollt und ich musste mich relativ kurzfristig dazu entscheiden, meine Stelle zu wechseln, was mit vielen Vorstellungsgesprächen, Nachdenken über allgemeine Sinnfragen und auch vielen unangenehmen Gesprächen verbunden war. Mein ganzes Denken war über Wochen davon beherrscht und ich bin kaum zur Ruhe gekommen. Zumal ich mich nur noch wie ein Bauer auf einem Schachbrett gefühlt habe.


Oft bin ich da auch weder zum privaten Lesen, geschweige denn zum Schreiben gekommen.
Und war nur froh und dankbar, als ich wusste, dass ich zum 1. August woanders anfangen kann, auch wenn mich meine neue Stelle sehr fordert.

Privates:

Auch privat musste ich in diesem Jahr einige harte Lektionen in Sachen Freundschaft und Vertrauen lernen. Dies waren sehr schmerzhafte Erfahrungen, aber ich bin mittlerweile auch an einem Punkt, an dem ich Menschen ziehen lasse, wenn sie mir nicht mehr gut tun. Auch wenn sie mich vielleicht nur einen kurzen Teil meines Weges begleitet haben. (insofern war das Theaterstück, dass wir am 1. Weihnachtsfeiertag gesehen haben, sehr passend!)

Denn auch das habe ich gelernt: es werden neuen kommen. Die mich mit neuen Erfahrungen und Interessen bereichern. Daran will und werde ich immer glauben. Leben ist nunmal immer Bewegung.
Und auch ich bin weit davon entfernt, perfekt zu sein und habe noch einige Baustellen.

Es gab aber auch einige schöne Nachrichten, so gab es etwas gleich zwei "Überraschungsbabies" in meinem engsten Freundeskreis und einer meiner liebsten Freunde hat endlich seinen "Deckel" gefunden, worüber ich mich sehr freue.

Außerdem habe ich im Sommer mit der Liebsten eine dreiwöchige Reise durch Vietnam gemacht, von der ich noch lange zehren werde.

Hörbücher:

Gleich geblieben ist meine Liebe zu den Hörbüchern, die mich jeden Abend in den Schlaf begleiten. Mit großer Begeisterung habe ich das dritte Jahr in Folge an Arianas Hörbuch-Challenge teilgenommen und meine persönliches Bestleistung mit 43 komplett gehörten und rezensierten Hörbüchern erreicht.

Zwar sind auch noch einige angefangene auf meinem MP3-Player (das ist bei mir oft auch stimmungsabhängig bzw. ich schlafe oft auch gern an derselben Stelle ein, so dass ich mit manchen nicht recht voran komme).

Aber hier habe ich wieder viele wundervolle Geschichten oft bis mit in meine Träume genommen.
Besonders mochte ich in diesem Jahr die Eberhofer-Krimis, gelesen von dem wunderbaren Christian Tramitz.

Besonders berührt war ich von "Blueprint" von Charlotte Kerner, was ich schon vor ein paar Jahren gelesen hatte, und "3096 Tage von Natascha Kampusch.



Ausblick 2017:

Auch im Neuen Jahr werde ich mich keinem "Muss" mehr unterwerfen, was das Lesen oder Hören der Geschichten betrifft, nach denen mir ist.
Ich genieße weiterhin den Austausch mit Euch und solange das so ist, wird es diesen Blog geben. Dennoch mag ich auch mein Leben außerhalb der Welt der Buchstaben.

Neyasha hatte sich im letzten Jahr - unabhängig vom Lesen - 12 Dinge vorgenommen. Und auch wenn es mit der Umsetzung vielleicht nicht ganz geklappt hat, fand ich dies eine tolle Idee, die ich hier gern aufgreifen würde.
Denn hier brauche ich oft einen Anstoß, ein "etwas aufgeschrieben sehen", um mich wirklich daran zu erinnern.

Spontan fallen mir nämlich gleich folgende Sachen ein:

1. Würde ich gern ein Klavierstück fließend spielen lernen, das mir gut gefällt.

2. Möchte ich in diesem Jahr gern meinen Keller weiter entrümpeln (eine never ending story!) und viele Dinge wegwerfen/verschenken/verkaufen, um Platz zu schaffen (der Plan ist jeden Tag mindestens eine Sache wegwerfen. Das wären 365 Dinge 2017. Ob das klappt? Es darf jedenfalls nicht genausoviel wieder "reinkommen").

3. Mir im Autokino oder Freiluftkino einen Film ansehen und in 2017 mindestens 3x ins Theater und/oder in die Oper gehen (habe ich gerade zu Weihnachten wieder sehr genossen).

4. Würde ich mich gern mal wieder in einer Sache so richtig verlieren, die mich begeistert.

5. Würde ich gern Tango Argentino lernen (ich liebe diesen Tanz und könnte da ewig zusehen).

6. Möchte ich unbedingt meine Fitness und Kondition wieder verbessern und mindestens 1x die Woche Sport machen (oder, wenn das nicht klappt, zumindest lange spazieren gehen o.ä.).

7. Zu meiner körperlichen Fitness gehört auch, dass ich zukünftig weitestgehend auf Zucker verzichten möchte (wer jetzt gerade Schanppatmung bekommt, ich habe das in diesem Jahr wunderbar während der Fastenzeit durchgehalten und damit volle 5 Kilo abgenommen. Leider bin ich danach wieder in alte Gewohnheiten verfallen, was ich mit Beginn des heutigen Tages wieder ändern möchte).

8. Insofern möchte ich auch gern wieder Hosen tragen, die seit Jahren in meinem Schrank liegen und nicht mehr passen.

9. Möchte ich gern mein Stresslevel runterfahren und Dinge und Lösungen finden, die mich wirklich entspannen.

10. Möchte ich in diesem Zusammenhang gern bewusst Zeiten einbauen, in denen Smarphone und Pc ausbleiben. Momentan denke ich da gerade an einen digital-freien Tag, wobei ich noch nicht genau weiß, wie sich das wirklich realisieren lässt, da ich doch oft auf die modernen Medien angewiesen bin - auch beruflich.

11. Möchte ich meinen Freunden insofern auch wieder mehr analoge Zeit widmen. Weg von Whats app, hin zu den guten alten Einladungen zuhause. Zudem möchte ich in diesem Kontext auch wieder viel mehr für sie basteln, handarbeiten und ähnliches. Ich habe jetzt zu Weihnachten schon gedacht, wie traurig es ist, dass man im Prinzip keine Weihnachtskarten mehr bekommt (das schärfste war wirklich ein Whats-app-Gruß zu Weihnachten von jemandem, der weder in meinem Adressbuch steht, noch denselben unterschrieben hat. Man fragt sich, was das soll.).

12. Möchte ich gern endlich etwas zuende schreiben, was ich bereits vor Jahren begonnen habe, jedoch mit großen Schmerzen verbunden ist. Es ist jedoch wichtig für mich, dieses Projekt endlich zu beenden, um nach vorn schauen zu können.

Ich werde mal jeden Monat so schauen, was sich tatsächlich davon umsetzen lässt. Aber auch hier gilt: Nichts muss, alles kann.
Einmal aufgeschrieben klingt es aber bereits nach einem guten Anfang.