Dienstag, 20. September 2016

REZENSION: Plötzlich Shakespeare (Hörbuch)


Titel: Plötzlich Shakespeare
Autor: David Safier
Länge: 4 CDs, 299min.

Sprecher:  Kim Sarnau und Christoph Maria Herbst

Kurzinhalt: (Verlagstext)

Das Liebesleben der chaotischen Rosa gibt Anlass zu Klagegebeten. Da erklärt ihr ein Hypnotiseur, dass die Lösung für all ihre Probleme in einem früheren Leben zu finden sei. Noch bevor Rosa »Veralbern kann ich mich alleine« sagen kann, wird sie per Hypnose in ein solches Leben zurückgeschleudert. In das Jahr 1594. In den Körper eines Mannes. Der sich gerade duelliert. Und der William Shakespeare heißt.
Rosa kann erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausfindet, was die wahre Liebe ist. Dies ist keine einfache Aufgabe, zumal sie sich auch noch mit mit Shakespeare herumschlagen muss. Der ist nämlich über die Tatsache, dass er plötzlich seinen Körper mit einer Frau teilen muss, nicht sonderlich amüsiert.
Anneke Kim Sarnau und Christoph Maria Herbst: ein unschlagbar lustiges Sprecherpaar!


Meine Meinung:

Mein zweiter Versuch mit David Safier nach "Mieses Karma" - bedeutend lustiger.

Wobei ich sagen muss, dass ich Idee wirklich selten bekloppt fand, als ich den Titel las:
warum sollte es interessant sein, ausgerechnet in den Körper von Shakespeare zu schlüpfen, wenn man nicht gerade Anglist oder Germanist ist?
Was für seltsamer Themen nimmt sich Safier da immer an?

Nun bin ich zufällig Germanistin und war von Shakespeares Dramen immer angetan, also ließ ich mich auf das Experiment ein und wurde nicht enttäuscht.

Schon die beiden Sprecher in ihrem "Miteinander" sind unglaublich lustig (wobei ich gestehen muss, dass ich manchmal das Gefühl hatte, dass die beiden das unabhängig von einander im Studio eingesprochen haben - aber das ist, wie gesagt, nur ein Gefühl.)

Am Anfang glaubt Shakespare noch, es mit einem Geist zu tun zu haben, bis klar ist, dass sich hier zwei Menschen einen Körper teilen - und der eine von ihnen auch noch aus der Zukunft kommt.

Als Shakespeare dann mitbekommt, dass er wieder "Gewalt" über seinen Körper bekommen kann, wenn Rosa schläft, ist das Chaos perfekt.

Tatsächlich ist die Tatsache, DASS er Shakespeare ist, nur ein Randthema. Letztlich hätte es auch jeder andere mittelterliche Mann sein können. Durch das ganze Tohuwabohu wird der Schriftsteller einem als Mensch aber richtig nahegebracht und unheimlich symphatisch.

Während ich das tippe, denke ich sofort an  eine der ersten Szenen im Miteinander der beiden, als Shakespeare mal austreten muss und Rosa keine Ahnung hat, wie sie das mit ihrem neuen anatomischen "Equipment" anstellen soll (*lach*).

Fazit:

Unglaublich bekloppte Idee total lustig umgesetzt. Lebt zusätzlich noch von den beiden Sprechern. Muss man insofern unbedingt HÖREN, statt lesen.




Dienstag, 13. September 2016

REZENSION: Selection 4 - Die Kronprinzessin (Hörbuch)

Titel: Selection 4 - Die Kronprinzessin
Autorin: Kiera Cass
Länge: 4 CDs, 343 min.
Sprecherin: Julia Meier


Kurzinhalt (Verlagstext):

Zwanzig Jahre nach der Hochzeit von America und Prinz Maxon ist es nun an der Zeit, dass ihre Tochter, Prinzessin Eadlyn, ihr eigenes Casting antritt. Allerdings glaubt die junge Frau nicht, dass die Selection ihr wie ihren Eltern die wahre Liebe bringt. Auf gar keinen Fall wird sie sich in einen der 35 Jungen verlieben! Als der Wettbewerb startet, beginnt Eadlyn jedoch an ihrer Überzeugung zu zweifeln. Wird auch sie die große Liebe finden?


Meine Meinung: 

Selection "Die Kronprinzessin" ist die 20 Jahre später einsetzende Fortsetzung der Trilogie um America und Maxon (siehe unten).

Diesmal steht die Tochter der beiden, Eadlyn, im Mittelpunkt. Insofern hat dieses Hörbuch auch eine neue Sprecherin, was zwar verständlich ist, aber ich trauere doch sehr Friederike Wolters hinterher, die mir gut gefallen hat.

Aber es liegt wohl auch an der Rolle, die Julia Meier leist, dass ich mich so unheimlich schwer mit der Umstellung getan habe.

Zeichnete America doch eine gewisse Intelligenz und Reife aus, sind diese Gene nicht wirklich an ihre Tochter übergegangen. Eigentlich hat mich Eadlyn nur genervt:

"Wer war ich denn überhaupt? Eine Hälfte eines Zwillingspaares. Die Erbin eines Thrones. Einer der mächtigsten Menschen der Welt. Das größte Ablenkungsmanöver aller Zeiten."

Tja, wenn sie das schon nicht weiß.

Genausowenig offenbar wie all die Bubis um sie herum, die nun Bacherlor "verkehrtherum" spielen. Oder eben "Bacherlorette".

Die jungen Männer sind alle genauso belanglos wie die Prinzessin und insofern ist es nicht verwunderlich,  dass sie letztlich die meisten Zeit mit dem verbringt, der nicht wirklich ihre Sprache spricht. Haben sich alle inhaltlich ohnehin nicht viel zu sagen.

Die politische Dimension der ersten 3 Teile wird auch kaum erreicht, schließlich sind die Kasten abgeschafft, dafür ist die Monarchie nicht mehr wirklich beliebt.
Was nach solchen Aussagen der Hauptfigur auch keine Wunder ist:

"Du bist Eadlyn Schreave", sagte ich zu meinem Spiegelbild. "Du bist als nächste an der Reihe, über dieses Land zu herrschen. Und du wirst die erste Frau sein, die das alleine tut. Niemand auf der Welt", sagte ich zu mir, "ist so mächtig wie du."

Wie symphatisch. *gähn* 
Nun sucht sie aber dennoch zwischen lauter Bubis, die auch nicht heller sind und eigentlich möchte man weder von der einen, noch von den anderen mehr wissen.
 
Das Ganze wird noch weitere Fortsetzungen haben, von denen ich noch nicht weiß, ob ich sie mir antun werde, da das Niveau von Anfang an im Sinkflug war. Denn egal, wen sie erwählt, das kann dann nur die Symbiose des Grauens werden.

Fazit:

Langweilig und belanglos. Kann man sich schenken. Nur was für Serienfans, immerhin tauchen America, Maxon und auch ihre erste große Liebe, Aspen, als Figuren am Rande noch auf.



Bisher habe ich aus dieser Reihe gehört und rezensiert:
1. Selection 1
2. Selection 2 - Die Elite
3. Selection 3 - Der Erwählte






Sonntag, 11. September 2016

REZENSION: Mieses Karma (Hörbuch)

Da die Liebste schon seit einiger Zeit von David Safier schwärmte und ich irgendwie schon mehrmals auf "Mieses Karma" in mehreren Blogs aufmerksam wurde, holte ich mir Hörbuch dieses als "Einstieg" zum Autor.

Autor: David Safier
Titel: Mieses Karma
Länge: 434min.

Sprecher: Nana Spier

Kurzinhalt (Verlagstext):

Nichts hat sich Moderatorin Kim Lange mehr gewünscht als den Deutschen Fernsehpreis. Nun hält sie ihn triumphierend in den Händen. Schade eigentlich, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen wird.

Im Jenseits erfährt Kim, dass sie in ihrem Leben sehr viel mieses Karma gesammelt hat. Die Rechnung folgt prompt. Kim findet sich in einem Erdloch wieder, mit sechs Beinen, Fühlern und einem wirklich dicken Po: Sie ist eine Ameise! Aber Kim hat wenig Lust, fortan Kuchenkrümel durch die Gegend zu schleppen. Außerdem kann sie nicht zulassen, dass ihr Mann sich mit einer Neuen tröstet. Was tun? Es gibt nur einen Ausweg: Gutes Karma muss her, damit es auf der Reinkarnationsleiter wieder aufwärtsgeht!


Meine Meinung:

Ich gebe zu, dass die Idee der Wiedergeburt und des "Sich-Hoch-Arbeitens" durch Gutes- Karma-Sammeln etwas hat.
Zudem bewundere ich David Safier für seine Fähigkeit, aus Sicht einer Frau zu schreiben (oder eben Ameise usw.). Man merkt wirklich nie, dass sich all dies ein Mann ausgedacht hat.

Dazu gibt es immer wieder wirklich witzige Momente.

Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht richtig packen und ich kann nichtmal sagen, warum.
Irgendwie war sie "ganz nett".
Aber so richtig überschlagen, wie andere Rezensenten, kann ich mich nicht (wobei ich gleich vorweg schicken muss, dass ich mir danach noch andere Hörbücher von David Safier geholt habe, die mich mehr überzeugt haben - die folgen hier bald).

Mit der Hauptfigur als solcher bin ich überhaupt nicht warm geworden. Das ist vielleicht auch gewollt, denn nicht umsonst wird sie zunächst in der untersten Gewichtsklasse als Ameise wiedergeboren.
Doch wirklich "Einsicht" fehlt im Folgenden bei der Hauptfigur.

Auch werden einige der folgenden Leben von Kim nur angedeutet, ja regelrecht übersprungen - aber überhaupt nicht ausgeführt. Insofern kann man eine wirkliche Entwicklung von Kim nicht verfolgen.

Die Besuche bei "Buddha" zwischendurch fand ich eher irretierend und im Handlungsverlauf irgendwie unpassend.
Tatsächlich stelle ich mir unter jemandem wie "Buddha" auch etwas ganz anderes vor, aber dies führt jetzt vielleicht zu weit in religiöse Diskussionen.
Jedoch hinterlässt genau dies einen zusätzlichen schalen Nachgeschmack.

Dass Kim irgendwann (ACHTUNG SPOILER) auch wieder einen menschlichen Körper hat, der "optimierungsbedürftig" ist, fand ich für das innere Wachstum der Figur interessant, jedoch im Folgenden dann völlig unglaubwürdig.

Auch das Ende hat mich überhaupt nicht überzeugt und war mir zu sehr "heile Welt".


Fazit:
Die Idee ist unschlagbar, die Ausführung nicht immer gelungen und das Ende war so gar nichts meins.
Insgesamt durchwachsen.


Zusatzinfo: Es gibt mittlerweile auch einen zweiten Teil. "Mieses Karma hoch2"
Guckst Du hier...

Sonntag, 4. September 2016

REZENSION: Das Jesus-Video (Hörbuch)

Titel: Das Jesus-Video
Autor: Andreas Eschbach
Länge: 6 CDs, 418min.
Sprecher: Matthias Koeberlin



Kurzinhalt (Verlagstext):

Bei Ausgrabungen in Israel findet der Archäologe Stephen Foxx in einem 2000 Jahre alten Grab die Bedienungsanleitung einer Videokamera, die erst in einigen Jahren auf den Markt kommen soll. Es gibt nur eine Erklärung: Jemand muss versucht haben, Aufnahmen von Jesus Christus zu machen! Der Tote im Grab wäre demnach ein Mann aus der Zukunft, der in die Vergangenheit reiste. Und irgendwo in Israel wartet das Jesus-Video darauf, gefunden zu werden. Oder ist alles nur ein großangelegter Schwindel? Eine turbulente Jagd beginnt...


Meine Meinung:

"Das Jesus-Video" hat allein deswegen schon einen ganz eigenen Charme, weil das Buch 1998 erschienen ist und mit einer "modernen" Technik arbeitet (Videokameras, VHS-Kassetten etc.), die uns im Jahr 2016 schmunzeln lassen.

Man muss unfreiwillig schmunzeln, wenn das Team nach einer Videokamera sucht, die erst einige Jahre später erscheinen wird. Aber das nur am Rande.

Das hat sich das Buch ein wenig selbst überholt.

Dennoch gefiel mir die orientalische Musik des Hörbuches unglaublich gut, was dem Ganzen eine schöne Atmosphäre verleiht.

Aber auch so hat mich die Story sehr gefesselt, da man die ganze Zeit miträtselt, was es wohl mit dem Fund der Bedienungsleitung an sich hat und ob es tatsächlich ein Video von Jesus gibt.

Automatisch beginnt man sich auch mit der Frage zu beschäftigen, was dies mit dem Glauben der Menschen machen würde, wie sich vielleicht überhaupt die ganze Religion der Erde verändern würde.

Herauszuheben ist auch die unaufgeregte, angenehme Art, mit der Matthias Koeberlin liest.

 


Fazit:

Ein interessanter Plot, dessen Aufklärung nachher meiner Ansicht nach etwas zu wünschen übrig lässt. Tatsächlich lässt die Spannung zum Schluss hin etwas nach und ich war nicht ganz glücklich mit dem Ende. Es überlässt in gewisser Weise dem Hörer zu entscheiden, was wahr ist und was nicht.
Aber das ist sicher Geschmackssache.





Samstag, 3. September 2016

REZENSION: Endzeit (Hörbuch)

Heute will ich endlich mal wieder eine Hörbuchrezi schreiben, denn davon stehen noch einige an und irgendwann kann ich mich nicht mehr erinnern.
"Endzeit" habe ich schon im Juni gehört, hatte ab da aber so beruflich Stress, dass ab da nichts mehr ging. Meine eigene "Endzeit" sozusagen.


Titel: Endzeit
Autorin: Liz Jensen
Länge: 6 CDs, 420min.

Sprecherin: Andrea Sawatzki

Hörprobe

 
Kurzinhalt (Verlagstext):

Es ist ein mörderischer Sommer mit biblischer Hitze und zerstörerischen Stürmen, als die traumatisierte Psychotherapeutin Gabrielle Fox es mit einer unheimlichen neuen Patientin zu tun bekommt: der 16-jährigen Bethany. Sie hat ihre Mutter auf grausame Weise ermordet und behauptet, sie könne Natur- und Wetterkatastrophen vorhersehen. All ihre Prohezeiungen treten ein, doch Gabrielle weigert sich, an eine übernatürliche Erklärung zu glauben.


Meine Meinung:

Also eines muss man Andrea Sawatzki lassen, auch wenn ich mich nicht mehr an alle Details des Hörbuches erinnere, ihre Art den Teenager Bethany zu lesen, hat sich mir dafür umso mehr eingeprägt.

Das hatte wirklich etwas Gruseliges und sehr Beängstigendes. Und genau das ist es, was die Autorin erreichen will. Man weiß zunächst nicht, was es mit diesem mehr als durchgeknalltem Mädchen auf sich hat, die die wildesten Geschichten erzählt und Visionen von sich gibt.

Tatsächlich treten all ihre Vorhersagen ein, aber niemand glaubt ihr - oder später ihrer Therapeutin, die das "Talent" des Mädchens erkennt. Dabei sind beide Protagonistinnen auf ihre Art keine typischen Heldinnen:
Bethany, zutiefst gestört und als einer der gefährlichsten Teenager eingestuft, gilt als untherapierbar.
Gabrielle sitzt nach einem Unfall, bei dem sie Mann und Kind verloren hat, im Rollstuhl und hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen.

Das allein macht schon eine hochexplosive Mischung im Miteinander aus, denn Bethany nimmt ihrer Therapeutin gegenüber kein Blatt vor den Mund. "Rolli" ist da noch die harmloseste Ansprache, die sie wählt.

Dazu kommt das Außen, der schwüle Sommer der nur ein Vorzeichen für den nahenden Untergang ist. (Achtung: sehr schön jetzt im Sommer zu hören!)

Das Bedrückende an diesem Szenario ist sicherlich auch, dass alles, was auf der Erde nun passiert und diese in den Abgrund reißt, "handgemacht" ist.
Will heißen, hier gibt es keine außerirdische oder sonstwie geartete Bedrohung von außen, sondern die Menschheit erntet das, was sie an der Erde all die Jahrhunderte zuvor zerstört hat.

Und das in nicht allzu ferner Zukunft.

Interessant auch, wie unterschiedlich mit der Bedrohung umgegangen wird, wie religiöse Fanatiker Anklang finden, währen Wissenschaftlern nicht mehr zugehört wird. Hier hätte ich mir noch mehr Darstellung der sozialen Auswirkungen auf die Menschheit gewünscht, was aber sicherlich den Rahmen irgendwann gesprengt hätte.




Fazit:

Interessanter, zum Teil wirklich gruseliger Plot, der von seiner großartigen Sprecherin lebt. Leider mit einigen pseudowissenschaftlichen Längen, die sich dann recht zäh gestalten.
Alles in allem aber durchaus spannend, da nah an einer möglichen Realität.




Dienstag, 30. August 2016

REZENSION: Fettnäpfchenführer Vietnam


Titel: Fettnäpfchenführer Vietnam
Autor: Anemie Wick u.a.

Verlag: Conbook Medien
Seiten: 272 Seiten

Zurück aus dem Urlaub mit dem "Fettnäpfchenführer Vietnam" im Gepäck - und jeder weiß, wo ich die letzten 3 Wochen war! *lach*

Ich danke Euch jedenfalls für all Eure guten Wünsche, die letzten Wochen haben mir unglaublich gut getan, meinen Kopf frei zu pusten und Abstand zu bekommen von all den schrecklichen Dingen, die ich in der Zeit davor erlebt habe.

Tatsächlich nenne ich momentan sogar eine gewisse buddhistische Gelassenheit mein Eigen - mal sehen, wie lange die anhält.

Das Bild auf dem Cover des Buches ist jedenfalls passend, denn die Moped-Fahrer dominieren das Straßenbild - egal, wo man sich in Vietnam aufhält. Kaum aus dem Flughafen raus, ist man mittendrin in dem Gewimmel und Gehupe und das bleibt auch so, bis man das Land wieder verlässt. (Sofern man nicht vorher von einem der Dinger überfahren wird, aber gute Tipps, um über die Straße zu kommen, die keine Verkehrsregeln zu kennen scheint, enthält das Buch auch.)

Dass die Fahrer dabei bei größter Hitze lange Sachen anhaben und - wie auf dem Foto - oft noch ihr Gesicht verhüllen, wikt mehr als wunderlich und hat so manche Theorie in uns hervorgerufen. Und wird in dem Buch wunderbar erklärt (Sonnenschutz).

Auch viele andere Dinge, die uns begegnet sind und oft Fragezeichen über dem Kopf produzierten, werden mittels eine kurzen einführenden Situation, wie sie einem wirklich passieren kann, durchgespielt und dann mit viel interessantem Hintergrundwissen erklärt.

In der Kurzbeschreibung des Verlages klingt das so:
Wissen Sie, wieso man in Vietnam Geld verbrennt? Weshalb Sie hier geradeheraus auf Ihre Körperfülle angesprochen werden, ansonsten jedoch meist um den heißen Brei herumgeredet wird? Warum Sie keiner versteht, wenn Sie versuchen, Vietnamesisch zu sprechen, es aber sehr gut sein kann, dass der Taxifahrer plötzlich auf Deutsch antwortet? Wissen Sie, warum selbst in der Oper Mobiltelefone klingeln? Wie Blutpudding schmeckt und wie "mam tom" riecht? Und wie es Ihnen gelingt, durch den vietnamesischen Verkehr hindurch lebend auf die andere Straßenseite zu kommen?

In diesem Buch begleiten Sie Nina, die in Hanoi für eine deutsche Entwicklungsorganisation arbeitet, und Florian, der Vietnam als Tourist besucht, durch das Labyrinth des vietnamesischen (Großstadt-)Dschungels. Dabei führen wir Sie vorbei an den häufigsten Fettnäpfchen, Irrtümern und Missverständnissen und entdecken bemerkenswerte Besonderheiten.


Fazit:
Tatsächlich ist das Ganze weniger ein Fettnäpfchenführer, als eine große Hilfe bei all den Dingen, die doch so ganz "anders" sind bei uns und nicht unbedingt immer selbsterklärend. Das Buch hilft, die vietnamesische Bevölkerung und ihre oft sehr speziellen Eigenheiten zu verstehen und gibt insofern einen sehr viel tieferen kulturellen Einblick, als jeder Reiseführer das vermag.
(Auch wenn das diesbezüglich gestellten Situationen manchmal etwas blöd wirken, aber tatsächlich können einem solche Dinge in Vietnam wohl passieren.)



So, und wenn ich endlich eine neue Maus für meinen PC gekauft habe (meine alte macht mich gerade wahnsinning, da sie nicht mehr wirklich "zielgenau" ist und man oft mehrere Minuten braucht, um das zu erreichen, was man eigentlich auf dem Bildschirm tun will *nerv*), kann es hier bald weitergehen! Denn ich habe auch viele tolle Hörbücher gehört.


Ich hoffe, Ihr hattet und habt eine schöne Zeit!



Mittwoch, 3. August 2016

Jetzt erstmal Urlaub....

Der kommt genau zur richtigen Zeit. Ich habe für mich eine Entscheidung gefällt und hoffe, dass nun endlich wieder etwas Ruhe in mein Leben einkehrt.

Danke an alle, die mich in den letzten Wochen so unterstützt haben.
Ganz besonders an die liebe Sunsy, die mir das Gefühl von ganz viel Nähe gegeben hat!

Ich erfülle mir ab morgen einen langgehegten Traum und ziehe noch einmal mit dem Rucksack durch Asien. Vor 6 Jahren war es Bali. Mal sehen, wohin es mich diesmal verschlägt.

Danach wird es ab September hier hoffentlich wieder in gewohnter Weise weiter gehen. Habt einen schönen Sommer!