Donnerstag, 3. November 2016

REZENSION: Winterkartoffelknödl - Eberhofer 1 (Hörbuch)

Titel: Winterkartoffelknödl
Autorin: Rita Falk
Länge: 4 CDs, 303 min.

Sprecher: Christian Tramitz


Kurzinhalt (Verlagstext):

Franz Eberhofer, vor kurzem noch ein angesehener Kommissar bei der Münchner Polizei, wird strafversetzt – ausgerechnet in sein niederbayerisches Heimatdorf.
Dort treiben ihn zwar erneut seine stocktaube Großmutter und sein Beatles hörender Vater in den Wahnsinn, doch ansonsten geht es in seinem Leben eher beschaulich zu.
Bis eines Tages eine Reihe von seltsamen Unfällen die Idylle stört und seinen kriminalistischen Ehrgeiz weckt. Franz Eberhofer ermittelt in seinem ersten Fall und entlarvt die heile Welt der Dorfgemeinschaft als trügerisch.
Der neue, humorvolle Regionalkrimi – gelesen von Christian Tramitz.


Meine Meinung:

So, nun kann ich endlich auch den ersten Teil hier mal rezensieren, den ich ewig nicht in der Bibliothek bekommen haben und mir noch zu meinem Glück der Vollständigkeit halber fehlte.

Da ich mittlerweile schon total im Eberhofer-Fieber war, hatte ich den Fall schon als Film gesehen und insofern auch noch entsprechende Bilder im Kopf, als ich nun das Hörbuch dazu hörte.

Ich weiß nicht, ob es damit zusammenhängt oder eher damit, dass hier wirklich noch ein sehr komplexer Fall neben der ganzen dörflichen Atmosphäre geschildert wird, dass dieser Band für mich einer der besten aus der Reihe ist.

Alle Figuren sind mit all ihren Macken schon genauso ausgefeilt, wie sie es auch in den Nachfolgebänden sind, was wirklich eine tolle Leistung der Autorin ist.
In gewisser Weise war es auch lustig, dass ich das Ganze jetzt im Prinzip rückwärts gehört habe und hier noch "Schleimsau" Ludwig mit einer rumänischen Frau erleben durfte - denn man weiß ja, wie es in den Nachfolgebänden weitergeht.

Auch der Fall als solcher ist hier sehr spannend und im Vergleich zu den sonstigen Provinzfällen schon erstaunlich blutig.

Es ist toll, wie Rita Falk den Leser/Hörer im Prinzip mit an die Hand nimmt und neben den Eberhofer in diese dörfliche Atmosphäre stellt.

Und während man selbst irgendwann beginnt ganz andere Schlüsse zu ziehen als er, kann man sich herrlich amüsieren, ja fühlt sich irgendwann fast überlegen angesichts einer gewissen Naivität, die hier ebenfalls ausgebreitet wird.

Und das ist durchaus gewollt. Eberhofer ist einfach herrlich normal mit all seinen Ausdrücken, Fehltritten und kulinarischen Gelüsten. Und irgendwann fürchtet man auch um diesen liebgewonnen Kerl.

Insofern werden alle Gefühle des Lesers/Hörers bedient.




Fazit:

Toller Einstiegsband in die Welt von Niederkaltenkirchen. Macht süchtig.
(Wem es ebenso geht, wie mir, mittlerweile hat der Franz auch eine eigene Webseite, wo man u.a. auch den Stadtplan von Niederkaltenkirchen sehen kann, inklusive der berühmten Runde mit dem Ludwig.)


Bisher von mir rezensiert:
  1. Winterkartoffelknödel
  2. Dampfnudelblues
  3. Schweinskopf al dente
  4. Grießnockerlaffäre
  5. Sauerkrautkoma
  6. Zwetschgendatschikomplott
  7. Leberkäsjunki

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